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LITERATURREISEN

Forum Allmende e.V.
Literarische Reise an den Starnberger See
Do 7. Mai – So 10. Mai 2020

Donnerstag 7. Mai 2020
8:00 Abfahrt Bus in Überlingen ZOB/Bahnhof
8:30 Abfahrt Bus am Fährehafen Meersburg
(mögliche Zustiege in Friedrichshafen oder Lindau)

10:00 Friedhof Isny. Ich erzähle von Leben und Werk Günter Herburgers, seinem tragischen Tod und seiner Beerdigung

12:00 Gelegenheit zum Mittagessen im Restaurant Bannwaldsee. Auf dem Areal des heutigen Campingplatzes am Bannwaldsee steht das Haus von Ilse Schneider-Lengyel, in dem am Wochenende 6.-7.9.1947 die legendäre Gruppe 47 entstand. Ich berichte über die Fotografin, Ethnologin und Schriftstellerin, die später in Konstanz wohnte und 1972 in der Psychiatrie Reichenau starb und lese aus Gerhard Köpfs Roman „Innerfern“ (1983). Ihr Leben hat kürzlich Peter Braun aufgearbeitet.

Weiterfahrt über Weilheim nach Pöcking, wo wir im Gasthof Zur Post logieren. Bayerisches Abendessen in der Post.
 
Freitag 8. Mai 2020
9:00 Abfahrt mit dem Bus nach Berg

10:00 Heute begleitet uns Dirk Heißerer, der Spezialist für literarische Spaziergänge am Starnberger See auf dem See und durch Berg und die umgebenden Gemeinden auf den Spuren von Oskar Maria Graf, König Ludwig II. und anderen.

Wanderung durch Berg (Geburtshaus von Graf), Aufkirchen (Graf-Denkmal, Volksschule, Friedhof mit Familiengrab), Gelegenheit zum Mittagessen im Gasthof zur Post in Aufkirchen, Wanderung nach Aufhausen zum Heimrath-Hof (dem Geburtshaus der Mutter) über die Maxhöhe und Rottmannshöhe, am Kastenjakl-Schlössl vorbei hinunter nach Leoni.

14:57 – 16:43 große Schiffsfahrt auf dem Starnberger See über Possenhofen (Sisi), Tutzing (Schloss, Midgard-Haus), Bernried (Mozart, Buchheim), Seeshaupt (Thomas Mann) nach Ambach.
In Ambach mit Waldemar Bonsels, Herbert Achternbusch, Patrick Süskind u.a.

18:00 Abendessen in den Fischmeister Gaststätten in Ambach, wo Josef Bierbichler leider nicht zu uns stößt. Sein Roman „Mittelreich“ (2011) handelt von dieser Seewirtschaft.
Samstag 9. Mai 2020

09:00 Nach dem Frühstück besuchen wir das Sisi-Museum im alten Bahnhof von Pöcking und werfen einen Blick auf das Schloss Possenhofen, in dem die spätere Kaiserin Elisabeth aufwuchs. Ich stelle Sisi als Lyrikerin vor und berichte davon, warum ihre Gedichte erst 1984 publiziert wurden.
In Feldafing wurde Thomas Manns Frau Katja Pringsheim geboren, und in Feldafing schrieb Thomas Mann den „Zauberberg“, darüber berichte ich vor Ort.

Mittags Kaffee und Kuchen im Hotel Kaiserin Elisabeth in der Atmosphäre Sisis und Thomas Manns.
Nachmittags besuchen wir das Museum der Phantasie von Lothar-Günther Buchheim in Bernried, und ich erzähle von dem Maler, U-Bootfahrer, Schriftsteller und Kunstsammler. Ein letztes Abendessen in der Post in Pöcking.

Sonntag 10. Mai 2020
09:00 Wir verlassen den Starnberger See und besuchen Murnau am Staffelsee.

10:00 Im Schlossmuseum führt uns Dr. Edith Raim durch die neue von ihr kuratierte  Ausstellung „Schattenseiten. Künstler zwischen Anpassung und Widerstand“, die sich mit Politik, Gesellschaft und Kultur in Murnau zwischen 1919 und 1950 beschäftigt.

Im Vordergrund steht Ödön von Horvath, der in Murnau lebte, bis er Deutschland verlassen musste, aber auch die Blauen Reiter/innen. Das Schlossmuseum Murnau enthält eine große Sammlung von Gemälden und Graphik von Gabriele Münter.

Nach dem Mittagessen („Schmankerlbüffet“) im „Griesbräu“ am Marktplatz werfen wir noch einen Blick in das Münter-Haus, in dem Gabriele Münter und Wassily Kandinsky lebten, aber auch Alexej von Jawlensky, Franz Marc, August Macke, Marianne von Werefkin und Arnold Schönberg verkehrten. Am Alpenrand entlang fahren wir wieder zurück an den Bodensee.

Unterkunft:
Gasthof zur Post, Hauptstraße 19, 82343 Pöcking,
im Doppelzimmer mit Frühstück zu 118 € pro Nacht
im Einzelzimmer mit Frühstück zu 82 € bzw. 85 € pro Nacht

Anmeldung über info@posthotel-poecking.de bzw. 08157 1398 (mit Hinweis auf meine Vorreservation)
                                                                                Oder:

Ca. einen Kilometer entfernt liegt direkt am See die Jugendherberge Possenhofen, 28,40 € pro Person für Ü/F: www.jugendherberge.de/643 oder possenhofen@jugendherberge.de
zwei Mal Abendessen (3-Gänge-Menü) in der Post in Pöcking am Donnerstag und Samstag zu 19,40 €

Programmkosten:
(Bus, Schifffahrt, Eintritte, Führungen etc.):
175,- € pro Person – Bitte überweisen Sie den Betrag auf das Konto von Forum Allmende e.V. bei der Sparkasse Bodensee IBAN DE40 6905 0001 0024 9956 31

Anmeldungen bitte bis 15. März 2020 an
Oswald Burger, Seubertweg 12, 88662 Überlingen bzw. oswald.burger@gmx.de

Wenn Sie sich auf den Starnberger See vorbereiten wollen, lesen Sie:
Thomas Mann: Der Zauberberg (1924)
Oskar Maria Graf: Das Leben meiner Mutter (USA 1940, deutsch 1946)
Josef Bierbichler: Mittelreich (Suhrkamp 2011)
(alle als Taschenbücher erhältlich)

und  Dirk Heißerer: Wellen, Wind und Dorfbanditen. Literarische Erkundungen am Starnberger See
(Diederichs 1995)

Freundliche Grüße von Oswald Burger
 


 
Rückblick auf die literarische Tessinreise im Mai 2019

Auf der Fahrt ins Tessin machten wir die erste Rast an der Via Mala und erfuhren einiges über die Bedeutung dieses Engpasses auf früheren Reisen über die Alpen. Eugen Rombachs eindrückliche Schilderung der Alpenüberquerung durch den Faktor der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft Oswald Krel in seinem Roman „Der junge Herr Alexius" (1949), der auf den 1909 von Karl Obser in Salem gefundenen Papieren des Alexius Hilleson beruht, vermochte die Gefahren früherer Alpenüberquerungen deutlich zu machen. John Knittels schauerlicher Roman „Via Mala" (1934) platziert ein Melodram in dieser gruseligen Schlucht.
 Im Hotel "Bodenhaus" in Splügen berichtete der Inhaber Willibald Löschl von früheren Reisenden, die hier Rast machten, von Goethe über William Turner bis Friedrich Nietzsche, dazu gabs bündnerische Capuns und Pizzoccheri.

Durch den Bernadinotunnel gings weiter in den Süden, an den Grenzbefestigungen früherer Jahrhunderte vorbei, über den Monte Ceneri bis zum Lago die Lugano. Wie immer bei der Fahrt in den Süden muss man sich erst an die idyllische Landschaft und das italienisch anmutende Lebensgefühl gewöhnen.
 In Lugano war der Teil der Kunstsammlung der „Gottfried-Keller-Stiftung" zu sehen, der aus der italienischsprachigen Schweiz stammt. Anlässlich des 200. Geburtstags von Gottfried Keller und Alfred Eschers, der unter anderem mit dem Bau der Gotthardbahn die Entwicklung des Tourismus ins Tessin förderte, wurden Bilder präsentiert, die durch die Stiftung des Vermögens von Lydia Welti-Escher erworben wurden. Edi Fueter berichtete von der Geschichte der tragischen Liebe zwischen Lydia Welti-Escher und Karl Stauffer-Bern und auch davon, wie die Schweiz mit deren Erbe umging.

 Auf der italienischen Seite bezogen wir unser Hotel Stampa 1968 in Viconago, mit Blick auf den Ponte Tresa, auf den goldenen Hügel mit Montagnola und in der Ferne auf Lugano. Das schmucklose Haus war uns eine bequeme Unterkunft und bescherte drei gemütliche gemeinsame Abende im Ristorante.
Am anderen Morgen fuhren wir hinüber zum Lago Maggiore. Der Hinterausgang des Grand Hotel Locarno, dessen Charme verblasst ist, bot die richtige Kulisse für Franz Hohlers Geschichte „Die Torte" (2004), in der er zugleich die Geschichte der armen Leute aus den Tessiner Tälern und der mondänen Gäste während der Konferenz von Locarno (1925) erzählt. Beim Versuch, vom Maggiatal über die Centovalli das Onsernonetal hinauf zu fahren, regnete es passend, so wie es auch bei der Wanderung von Herrn Geiser in Max Frischs im Onsernonetal angesiedelter Erzählung „Der Mensch erscheint im Holozän" (1979) regnete.
Weil Adis Bus zu lang war, kamen wir weder nach Berzona, wo wir neben Max Frisch auch Alfred Andersch, Golo Mann und sogar Nelly Sachs hätten begegnen können, noch bis ans Ende des Tals, wo es in der Osteria Al Plazign im Palazzo Gamboni ein zünftiges Essen und Ausschnitte aus Aline Valangins Roman „Dorf an der Grenze“ (1982) gegeben hätte. Weil die Kehren zu eng waren, mussten wir aufgeben und mit dem langen Bus rückwärts fahren, bis sich in einem Steinbruch eine Wendemöglichkeit ergab. Wer hat sonst schon einmal "Tessin rückwärts" erlebt? Immerhin gab es dann ersatzweise in der Bahnhofswirtschaft in Ponte Brolla köstliche Spaghetti.
Nachmittag auf dem Monte Verita: Erinnerungen von einigen Bewohnern des Bergs, die später am Bodensee landeten: Friedrich Glauser, Adolf Stocksmayer und andere, und in der „Casa Anatta“ die kaleidoskopartig nebeneinander gehängten Reste der großen Ausstellung von Harald Szeemann. Große Runde mit Wein und Tee im Bauhaus-Hotel. Der gemeinsame nackte Rundtanz fiel ins Wasser. 
 
Ossi Burger
 


 
Mit FORUM ALLMENDE nach Heidelberg

Literarische Reise vom 04.- 06. Mai 2018

Liebe Mitglieder von Forum Allmende,
sehr geehrte Damen und Herren,
 
Regine Wolf-Hauschild und Prof. Dr. Gerhard K. Wolf haben für uns eine literarische Reise nach Heidelberg organisiert, die uns zu wichtigen Örtlichkeiten der Literatur in Heidelberg und mit Literaten in Heidelberg zusammen führt.
 
Wir haben Zimmer im Hotel zum Pfalzgrafen in der Kettengasse 21 mitten in der Altstadt reserviert.
Ein Doppelzimmer mit Dusche/WC kostet 96,00 € pro Nacht,
ein Einzelzimmer mit Dusche/WC kostet 75,00 € pro Nacht,
jeweils inklusive Frühstücksbüffet.
 
Wenn Sie mit der Bahn anreisen, empfiehlt es sich, am Hauptbahnhof an einem Automaten des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar eine Dreitageskarte für 16,20 € zu kaufen, dann können Sie die öffentlichen Verkehrsmittel (außer der Bergbahn) benutzen. Sie können mit dem Bus Nr. 32 vom Hauptbahnhof bis zum Universitätsplatz fahren, von da ist die Kettengasse zu Fuß erreichbar.
 
Wenn Sie mit dem Auto anreisen, können Sie Ihr Gepäck im Hotel abgeben und sollten dann zum Parkhaus P 12 Am Kornmarkt fahren. Als Gäste des Hotels zum Pfalzgrafen können Sie im Parkhaus P 12 für 8,00 € für je
24 Stunden parken.
 
Programmkosten: 100 € pro Person (Honorare, Eintrittspreise und Führungen, Neckarfähre, Bergbahn und Schloss). Bitte mit der Anmeldung überweisen auf das Konto von Forum Allmende e.V. bei der Sparkasse Bodensee IBAN DE40 6905 0001 0024 9956 31
Die Unterkunft und die Mahlzeiten sind selbst zu bezahlen.
 
Anmeldungen bitte bis zum 20. März 2018 mit Angabe von Zimmerwunsch und Überweisung der Programmkosten
 
an Oswald Burger, Seubertweg 12, 88662 Überlingen
oder per Email an oswald.burger@gmx.de
  
Mit freundlichen Grüßen von Oswald Burger
 
PS: Sie erleichtern uns die Arbeit, wenn Sie uns neu eingerichtete bzw. geänderte E-mail-Adressen umgehend mitteilen. Vielen Dank!

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