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LITERATURREISEN

Rückblick auf die literarische Tessinreise im Mai 2019
Auf der Fahrt ins Tessin machten wir die erste Rast an der Via Mala und erfuhren einiges über die Bedeutung dieses Engpasses auf früheren Reisen über die Alpen. Eugen Rombachs eindrückliche Schilderung der Alpenüberquerung durch den Faktor der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft Oswald Krel in seinem Roman „Der junge Herr Alexius" (1949), der auf den 1909 von Karl Obser in Salem gefundenen Papieren des Alexius Hilleson beruht, vermochte die Gefahren früherer Alpenüberquerungen deutlich zu machen. John Knittels schauerlicher Roman „Via Mala" (1934) platziert ein Melodram in dieser gruseligen Schlucht.
 Im Hotel "Bodenhaus" in Splügen berichtete der Inhaber Willibald Löschl von früheren Reisenden, die hier Rast machten, von Goethe über William Turner bis Friedrich Nietzsche, dazu gabs bündnerische Capuns und Pizzoccheri.

Durch den Bernadinotunnel gings weiter in den Süden, an den Grenzbefestigungen früherer Jahrhunderte vorbei, über den Monte Ceneri bis zum Lago die Lugano. Wie immer bei der Fahrt in den Süden muss man sich erst an die idyllische Landschaft und das italienisch anmutende Lebensgefühl gewöhnen.
 In Lugano war der Teil der Kunstsammlung der „Gottfried-Keller-Stiftung" zu sehen, der aus der italienischsprachigen Schweiz stammt. Anlässlich des 200. Geburtstags von Gottfried Keller und Alfred Eschers, der unter anderem mit dem Bau der Gotthardbahn die Entwicklung des Tourismus ins Tessin förderte, wurden Bilder präsentiert, die durch die Stiftung des Vermögens von Lydia Welti-Escher erworben wurden. Edi Fueter berichtete von der Geschichte der tragischen Liebe zwischen Lydia Welti-Escher und Karl Stauffer-Bern und auch davon, wie die Schweiz mit deren Erbe umging.

 Auf der italienischen Seite bezogen wir unser Hotel Stampa 1968 in Viconago, mit Blick auf den Ponte Tresa, auf den goldenen Hügel mit Montagnola und in der Ferne auf Lugano. Das schmucklose Haus war uns eine bequeme Unterkunft und bescherte drei gemütliche gemeinsame Abende im Ristorante.
Am anderen Morgen fuhren wir hinüber zum Lago Maggiore. Der Hinterausgang des Grand Hotel Locarno, dessen Charme verblasst ist, bot die richtige Kulisse für Franz Hohlers Geschichte „Die Torte" (2004), in der er zugleich die Geschichte der armen Leute aus den Tessiner Tälern und der mondänen Gäste während der Konferenz von Locarno (1925) erzählt. Beim Versuch, vom Maggiatal über die Centovalli das Onsernonetal hinauf zu fahren, regnete es passend, so wie es auch bei der Wanderung von Herrn Geiser in Max Frischs im Onsernonetal angesiedelter Erzählung „Der Mensch erscheint im Holozän" (1979) regnete.
Weil Adis Bus zu lang war, kamen wir weder nach Berzona, wo wir neben Max Frisch auch Alfred Andersch, Golo Mann und sogar Nelly Sachs hätten begegnen können, noch bis ans Ende des Tals, wo es in der Osteria Al Plazign im Palazzo Gamboni ein zünftiges Essen und Ausschnitte aus Aline Valangins Roman „Dorf an der Grenze“ (1982) gegeben hätte. Weil die Kehren zu eng waren, mussten wir aufgeben und mit dem langen Bus rückwärts fahren, bis sich in einem Steinbruch eine Wendemöglichkeit ergab. Wer hat sonst schon einmal "Tessin rückwärts" erlebt? Immerhin gab es dann ersatzweise in der Bahnhofswirtschaft in Ponte Brolla köstliche Spaghetti.
Nachmittag auf dem Monte Verita: Erinnerungen von einigen Bewohnern des Bergs, die später am Bodensee landeten: Friedrich Glauser, Adolf Stocksmayer und andere, und in der „Casa Anatta“ die kaleidoskopartig nebeneinander gehängten Reste der großen Ausstellung von Harald Szeemann. Große Runde mit Wein und Tee im Bauhaus-Hotel. Der gemeinsame nackte Rundtanz fiel ins Wasser. 
 
Ossi Burger
 


 
Mit FORUM ALLMENDE nach Heidelberg

Literarische Reise vom 04.- 06. Mai 2018

Liebe Mitglieder von Forum Allmende,
sehr geehrte Damen und Herren,
 
Regine Wolf-Hauschild und Prof. Dr. Gerhard K. Wolf haben für uns eine literarische Reise nach Heidelberg organisiert, die uns zu wichtigen Örtlichkeiten der Literatur in Heidelberg und mit Literaten in Heidelberg zusammen führt.
 
Wir haben Zimmer im Hotel zum Pfalzgrafen in der Kettengasse 21 mitten in der Altstadt reserviert.
Ein Doppelzimmer mit Dusche/WC kostet 96,00 € pro Nacht,
ein Einzelzimmer mit Dusche/WC kostet 75,00 € pro Nacht,
jeweils inklusive Frühstücksbüffet.
 
Wenn Sie mit der Bahn anreisen, empfiehlt es sich, am Hauptbahnhof an einem Automaten des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar eine Dreitageskarte für 16,20 € zu kaufen, dann können Sie die öffentlichen Verkehrsmittel (außer der Bergbahn) benutzen. Sie können mit dem Bus Nr. 32 vom Hauptbahnhof bis zum Universitätsplatz fahren, von da ist die Kettengasse zu Fuß erreichbar.
 
Wenn Sie mit dem Auto anreisen, können Sie Ihr Gepäck im Hotel abgeben und sollten dann zum Parkhaus P 12 Am Kornmarkt fahren. Als Gäste des Hotels zum Pfalzgrafen können Sie im Parkhaus P 12 für 8,00 € für je
24 Stunden parken.
 
Programmkosten: 100 € pro Person (Honorare, Eintrittspreise und Führungen, Neckarfähre, Bergbahn und Schloss). Bitte mit der Anmeldung überweisen auf das Konto von Forum Allmende e.V. bei der Sparkasse Bodensee IBAN DE40 6905 0001 0024 9956 31
Die Unterkunft und die Mahlzeiten sind selbst zu bezahlen.
 
Anmeldungen bitte bis zum 20. März 2018 mit Angabe von Zimmerwunsch und Überweisung der Programmkosten
 
an Oswald Burger, Seubertweg 12, 88662 Überlingen
oder per Email an oswald.burger@gmx.de
  
Mit freundlichen Grüßen von Oswald Burger
 
PS: Sie erleichtern uns die Arbeit, wenn Sie uns neu eingerichtete bzw. geänderte E-mail-Adressen umgehend mitteilen. Vielen Dank!

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